Samstag 12.09.2026 tür 20:00 beginn 20:00
Halle
Orchestral Sessions: Werke für Orchester von Grisey, Ives, Ligeti, Mozart, Caspi - Zusatzshow
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Ein 60-köpfiges Orchester, 22 Gongs, ein Hornensemble und geteilte Streicher kommen für die nächste Ausgabe der Orchestral Sessions in der Halle am Berghain zusammen.
Auf dem Programm stehen Charles Ives' The Unanswered Question, Wolfgang Amadeus Mozarts Adagio und Fuge c-Moll, KV 546, Gérard Griseys Accords perdus, György Ligetis Ramifications sowie Prefix, ein neues Werk des in Berlin lebenden Dirigenten und Komponisten Avi Caspi. Das Stück wurde für Orchester, 22 Gongs und Hornensemble geschrieben.
Das Konzert findet in völliger Dunkelheit in der Halle am Berghain statt. Ohne Licht richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf den Klang. Die besondere Akustik des Raums verändert den Orchesterklang – gleichzeitig füllt die Musik den Raum und macht ihn selbst zu einem Teil des Konzerts.
Gérard Griseys Accords perdus wird nur selten aufgeführt. Zwei Hörner suchen darin nach einem gemeinsamen Klang. Dabei wird die Stimmung der Töne selbst zum eigentlichen Thema des Stücks. Was zunächst harmonisch wirkt, verändert sich langsam: Die Klänge entfernen sich voneinander und entwickeln Spannung und Reibung.
Charles Ives' The Unanswered Question gehört zu den bekanntesten Werken des 20. Jahrhunderts. Der Komponist beschreibt drei musikalische Ebenen: Die Streicher stehen für eine stille und zeitlose Welt. Die Trompete stellt immer wieder dieselbe Frage nach dem Sinn des Daseins. Die Blasinstrumente versuchen, darauf zu antworten – doch ihre Antworten scheitern und werden schließlich spöttisch. Am Ende bleibt die Frage offen.
Mozarts Adagio und Fuge c-Moll, KV 546 zählt zu seinen ernstesten und eindrucksvollsten Instrumentalwerken. Das Stück verbindet die strenge Form Johann Sebastian Bachs mit Mozarts eigener Klangsprache. In der Fuge bauen die einzelnen Stimmen immer mehr Spannung auf und schaffen eine dichte, kraftvolle Musik. Viele sehen darin Mozarts dunkelstes Instrumentalwerk.
In Ligetis Ramifications wird das Streichorchester in zwei Gruppen mit leicht unterschiedlicher Stimmung aufgeteilt. Dadurch entstehen feine Schwebungen und ein Klang, der sich ständig verändert und nie ganz ruhig wirkt.
Den Abschluss des Abends bildet Avi Caspis neues Werk Prefix für Orchester, 22 Gongs und Hornensemble. Die Musik entwickelt eine große klangliche Kraft und bezieht die Architektur der Halle mit ein. Der Raum wird selbst zu einem Teil des musikalischen Erlebnisses.
Um die natürliche Akustik der Halle zu erhalten und ein konzentriertes Hörerlebnis zu ermöglichen, ist die Zahl der Tickets begrenzt.
Programm:
Gérard Grisey: Accords perdus
Charles Ives: The Unanswered Question
Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio and Fugue in C minor, K. 546
György Ligeti: Ramifications for strings
Avi Caspi: Prefix
Orchesterbesetzung:
Abigail Sanders, Anastasiia Viksnina, Benjamin Sho Okamoto, Caleb Salgado, Chloe Lula, Clara Weigele, Constance Morvan, Daniel Ratush, Deepa Goonetilleke, Dharma Pakravan, Dunja Kalamir, Eesa Khoury, Elias Elias, Émilie Girard-Charest, Emy Joui, Erik Drescher, Fanis Gioles, Frances Patterson, Francisco José Blanco Guzmán, Franzi Aller, Frosina Koteska, Gina Maria Schober, Giulia Giacomini, Grettel Eerik, Guy Benamou, Isabella Stephanie Hauck, Jacobo Hernández Enríquez, James Banner, Johanna Hempen, Johanna Tüscher, Julia Witas, Karin Van Kooten, Kevin Kerner, Konrad Elias-Trostmann, Kornelia Jamborowicz, Laura MacDonald, Leah Edgerton, LeeAnn Meitner Doron, Marc Kopitzki, Maria Karpuk, Martin Balance, Mathilde Conley, Megan Jowett, Miguel Hurtado, Mon Pou, Nikolai Stepanov, Nikolina Maricic, Omri Simon Shmulewitz, Paloma Ángulo, Rosa Bundsgaard, Samuel Stoll, Sebastian Peszko, Susanne Knast, Thora Kidon Jæger, Tobias Feltes, Tom Wennerstrand, Tomás Medina, Tyler Ov Gaia, Valentin Ginies, Vanine Najaryan, Vasco Oliveira Simões Sequeira, Yasemin Vollmond, Yinon Peres.